Veröffentlicht am 01.07.2021

,,Solidarität geht!“ Feierliche Scheckübergabe an MISEREOR für die Straßenkinder in Recifé

Der vorletzte Schultag stand im Zeichen einer feierlichen Verlautbarung des Spendenlaufergebnis: Unsere Schülerinnen und Schüler erzielten beim ,,Wandern für die Andern“ die Rekordsumme von 38.231,47 Euro – eine Spitzenleistung der Solidarität, da der traditionelle Sponsorenlauf diesmal unter ungewohnten Vorzeichen stattfand.

Suzanne Lemke, Projektbeauftrage beim Katholischen Hilfswerk MISEREOR und zuständige Koordinatorin unseres Partnerprojekts ,,Die Kleinen Propheten“ im brasilianischen Recifé, zeigte sich bei der symbolischen Scheckübergabe beeindruckt vom Engagement der Schulgemeinde, die 80 Prozent der Summe für die soziale und gesundheitliche Unterstützung von Straßenkindern bestimmt hat. Die übrigen 20 Prozent fließen als Betrag an den Förderverein des Josef-Albers-Gymnasiums.

,,Dieser Spendenbetrag ist nicht selbstverständlich und geht weit über die Hilfsgelder hinaus, die wir sonst aus Schulen für die Straßenkinder in Recifé empfangen“, so die Feststellung der MISEREOR-Repräsentantin vor den für ihre Leistung zu ehrenden Schülerinnen und Schülern, Klassensprecherinnen und Klassensprechern sowie Angehörigen des Kollegiums. 

Wiederholt verwies sie in ihrem Projektbericht, mit dem sie allen Anwesenden die Lebensverhältnisse der Straßenkinder im brasilianischen Recifé referierte, auf die mehrdeutige Formel ,,Solidarität geht!“

Einerseits handelte es sich um das anerkennende Resümee, dass die Angehörigen des „Albers“ ihren traditionellen Spendenlauf wegen der Pandemie diesmal ganz anders durchgeführt hatten: Statt eines gemeinschaftlichen Wandertags gingen die Schülerinnen und Schüler ihre Wegstrecken diesmal allein oder zu zweit und dokumentierten ihre Laufergebnisse per GPS-Tracking-App, um Sponsoren einen Nachweis für die Spende zu erbringen. 

Andererseits galt die Formel ,,Solidarität geht!“ dem Funktionsprinzip, das sich nicht nur hierzulande, sondern auch unter den Spendengeldempfängern bewährt. Hierzu gab Suzanne Lemken beeindruckende Beispiele dafür, welchen Einsatz die Straßenkinder der ,,Kleinen Propheten“ angesichts der in Brasilien besonders wütenden Corona-Pandemie ihrerseits für das Gemeinwohl geleistet haben. Hierzu zählen etwa die Installation von Handwaschstationen an öffentlichen Plätzen sowie die Verteilung von mehr als 40 Tonnen Lebensmitteln, die Pater Demétrius Demétriou, Gründer des Hilfsprojekts ,,Gemeinschaft  der Kleinen Propheten“ mit den von ihm betreuten Straßenkindern während der Pandemie an Bedürftige verteilt hat.

Sichtlich beeindruckt zeigten sich die Kinder und Jugendlichen von dem ausführlichen Projektbericht zur Lebensrealität der Spendengeldempfänger, bevor die Gesamtzahl der gelaufenen Kilometer mitgeteilt und Antwort auf die Frage gegeben wurde, ob der Fußweg von 7721 km ins brasilianische Recifé mit der Gesamtzahl der gelaufenen Kilometer gemeistert wurde. 

Das ausgegebene Kilometerziel wurde mit 9552,33 km sogar noch übertroffen, womit nicht nur der fingierte Fußmarsch nach Recifé bewältigt, sondern auch noch gleich ein Teil des Rückwegs absolviert wurde.

Für ihre besonderen Leistungen wurden die Geschwister Joyce Neumann (6c) und ihr Bruder Justin (Q1) mit dem Schulmaskottchen „Jogy“, einer Urkunde sowie zwei Eintrittskarten für die ZOOM-Erlebniswelt geehrt, da sie das höchste Spendenaufkommen und die meisten Sponsoren verzeichneten. 

Jonas Rademacher erhielt als Auszeichnung für die längste zurückgelegte Wegstrecke ebenfalls eine Stoffversion des Schul-Jogy, eine Urkunde und seinerseits Eintrittskarten für den Duisburger Zoo. Seine Gesamtkilometerzahl entsprach exakt der Marathon-Distanz von 42,195 Kilometern.

Der Preis für die beste Sammelklasse ging an die Klasse 6c, die mit 2565 Euro den höchsten Sponsorenbetrag erwandert hat. Für ihre Klassenkasse erhalten sie 200 Euro sowie einen extra Wandertag, der ihren Eifer würdigt.

Im Sinne des MISEREOR-Mottos ,,Solidarität geht!“ richtet sich ein besonderer Dank an das Organisationsteam des Spendenlaufs sowie an alle beteiligten Schülerinnen und Schülern mit ihren Sponsoren, welche die finanzielle Unterstützung unseres Partnerprojekts in der brasilianischen Hafenstadt Recifé möglich gemacht haben.

GRI

Schulleiter Ingo Scherbaum begrüßte die Miseoreor-Vertreterin Suzanne Lemke, die als Beauftragte für das Straßenkinderprojekt ,,Gemeinschaft der kleinen Propheten" den symbolischen Spendenscheck entgegen nahm.

In Vertretung für das Organisationsteam des Spendenlaufs bedankte sich Erprobungsstufenkoordinatorin Viola den Elzen bei Frau Lemken mit einer Ausgabe der frisch gedruckten ,,Augenblicke 2020" für die gute Kooperation.

Die Geschwister Justin und Joyce Neumann wurden für den höchsten erlaufenen Spendenbetrag geehrt.

Eine gesonderte Ehrung erhielt die Klasse 6c für ihr Engagement, mit dem sie den höchsten klasseninternen Geldbetrag beim ,,Wandern für die Andern" beigesteuert hatten.

Der auf den Friedensbändchen abgedruckte Leitsatz Mahatma Gandhis ,,Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünscht für diese Welt" war eine Bestätigung MISEREORS an die Schulgemeinschaft.

Im Rahmen eines Projektberichtes informierte sie die Schülervertreterinnen und Schülervertreter über die Lebensbedingungen der Spendengeldempfänger in der brasilianischen Hafenstadt Recifé.

Pater Demetrius Demetrio, Gründer des Straßenkinderprojekts ,,Gemeinschaft der kleinen Propheten" dankte den Schülerinnen und Schülern mit einer Videobotschaft für ihr Engagement beim Sponsorenlauf.

Jonas Rademacher erhielt eine Auszeichnung und Prämie für die längste Distanz, die im Rahmen des Spendenlaufs zurückgelegt wurde.

Als besonderen Dank MISEREORS erhielten die Schülervertreterinnen und Schülervertreter Friedensbändchen für ihre Klassen.

Mehr als 38.231,47 Euro hat die Schulgemeinschaft am ersten Juni diesen Jahres erwandert. Der Großteil des Geldes geht direkt an unser Partnerprojekt. Zwanzig Prozent des Betrages fließen in die Arbeit des Fördervereins des Josef-Albers-Gymnasiums.