Projektorientiertes Lernen: Filmprojekt

 

Im letzten Halbjahr der Qualifikationsphase 2 erstellen die Schülerinnen und Schüler einen Kurzfilm in spanischer Sprache, der ihnen die Möglichkeit gibt, ihre sprachlichen Fähigkeiten praktisch anzuwenden. Die Filme dienen gleichzeitig als Andenken an drei bzw. fünf Jahre gemeinsames Spanischlernen.

Die Spanisch-Lehrkräfte übertragen den Schülerinnen und Schülern die Aufgabe, ihr Wissen durch die Erstellung eines Filmes auf Spanisch zu demonstrieren. Mit der Lehrkraft als reine Begleitung bestimmen die Schülerinnen und Schüler innerhalb der Gruppe die Richtung und das Tempo des Projektes und erwerben anhand der Herausforderung die erforderlichen Kenntnisse und Problemlösefertigkeiten. Während der mehrwöchigen Gruppenarbeit werden etliche Kompetenzen für lebenslanges Lernen –Lebensbewältigungsstrategien– entwickelt. Nicht nur Verantwortung, Kooperation und Kommunikation werden gefördert, auch die Demokratiefähigkeit, das Rücksichtnehmen und die Reflexions- und Kritikfähigkeit werden durch die Gruppendynamik gestärkt. Am Ende kommen alle –gemeinsam– ans Ziel und haben ein Produkt, das sie selbst erschaffen haben und wofür sie so stolz sind, dass sie es sehr gerne präsentieren möchten. Ihre Selbstwirksamkeit wird gestärkt und das zeugt vor allem von der Motivation, die im Rahmen des Projektes eine sehr große Rolle spielt. Das Begleiten und die tollen Filme bereiten uns, Lehrerinnen und Lehrer, eine große Freude und sind immer wieder eine Bestätigung dafür, dass man unserer Schülerschaft etwas zutrauen kann.

 

Die Schülerin Elisabeth Winkler schreibt über den Projektfilm ( März 2019):

Unser Ziel im zweiten Halbjahr der Q2 im Spanischunterricht war die Produktion eines eigenen Films. Während des Halbjahres lernten wir jedoch erst, was damit alles verbunden ist.

Nach der Gruppenfindungsphase tauschten wir uns über Ideen aus – und davon hatten wir zahlreiche. Wir überlegten uns die verschiedensten Geschichten zu Themen aus dem Unterricht. Um uns letztendlich festzulegen, galt es über Umsetzbarkeit und Umsetzung zu diskutieren.

Dann arbeiteten wir den Grundgedanken aus und entwickelten eine umfangreiche Story. Zur Orientierung erstellten wir ein Skript, jedoch war uns zu Anfang schon bewusst: der Film wird erst beim Dreh entstehen und sich dabei verändern. (…) Somit lässt sich der Filmdreh als zentrale Phase unseres Projektes charakterisieren.

Es war wirklich witzig, aber auch sehr anstrengend: Der Text musste gelernt, geprobt und herübergebracht werden. Schließlich schlüpft man in eine völlig andere Rolle. Meine war die der reichen Ehefrau, welche mir zuvor auch sehr fremd war. Außerdem filmte ich auch einige Szenen, was mir umso mehr Freude bereitete. Man lernt dann doch ganz andere Seiten an sich kennen und wird kreativ.

Auf der anderen Seite wuchsen wir als Team zusammen und lachten wirklich viel zusammen. Schule kann also doch manchmal Spaß machen. (…) Ich denke, uns werden die Lachattacken bei den Anfangsszenen immer in Erinnerung bleiben. Man musste sich eben doch konzentrieren.

Auch das Schneiden war eine große Herausforderung. Da man kein Experte ist, müsste man sich erst mit den Möglichkeiten vertraut machen. Jedoch finde ich, das Resultat kann sich sehen lassen. Nach dem Einfügen der Details und der Message über die Probleme in einigen spanischsprechenden Ländern Lateinamerikas entstand ein fertiger Film.

Und dies war unser Film. Wir haben ihn ganz ohne Hilfe von Anfang bis Ende produziert und ich denke, darauf kann man mächtig stolz sein. (…) Uns hat das Projekt großen Spaß bereitet und wir hoffen, dass es auch anderen gefällt.

Text: DIA / E. Winkler -  Fotos: S. Pietrucha