Erdkunde

Das Fach Erdkunde

Das Integrationsfach Erdkunde zeichnet sich durch den ganzheitlichen und systematischen Blick auf unsere räumlich geprägte Lebenswirklichkeit aus. Es gibt viel zu entdecken, da jeder Raum (z.B. Stadt, Region, Land) eine individuelle und charakteristische Ausprägung hat. Dabei werden in Erdkunde Natur- und Humanfaktoren zum Verstehen gesellschaftlicher Wirklichkeit miteinander verknüpft. So werden anhand von Raumbeispielen naturgeographische, ökologische, politische, wirtschaftliche und soziale Strukturen und Prozesse herausgearbeitet und in einem Transfer mit anderen Raumbeispielen verglichen.

Zur ausführlichen Beschreibung eines Raumes ist dabei ein Orientierungswissen auf verschiedenen Maßstabsebenen erforderlich, das über die Arbeit mit Atlanten, iPads, Apps und digitalen Karten, auch im Rahmen von Schulgängen und -ausflügen, gefördert wird.

Um die Eingriffe des Menschen in die Natur oder Umwelt analysieren und kompetent bewerten zu können, ist es notwendig, wichtige natürliche Prozesse wie z.B. den Aufbau unserer Atmosphäre, die geologischen Entstehungsprozesse oder die klimatischen Bedingungen für bestimmte Pflanzenarten und die Nahrungsmittelproduktion zu begreifen.

Zur Verwirklichung einer raumbezogenen Handlungskompetenz werden Handlungsmöglichkeiten und Prinzipien einer nachhaltigen Entwicklung kontrovers diskutiert. Dabei werden die Schülerinnen und Schüler aufgefordert, sich kritisch und reflektiert mit einander entgegengesetzten Wertvorstellungen auseinanderzusetzen und zu einem friedlichen und global orientierten Miteinander beizutragen. In verschiedenen Rollennutzungskonflikten werden dabei auch aktuelle Interessensunterschiede auf lokaler bis globaler Ebene aufgearbeitet.

Das Fach Erdkunde/Geographie ist somit Natur- und Gesellschaftswissenschaft in einem. Du erfährst eine Menge über das, was dich jeden Tag umgibt: deine Mitmenschen und die Natur und wie sie gegenseitig aufeinander wirken.

Erdkunde am Josef-Albers-Gymnasium

Die Sicht auf den Raum, in dem wir leben und wirtschaften, ist eines der zentralen Elemente des Geographieunterrichtes. Und so zeigt das Bild am Anfang dieser Seite auch den Blick auf den unmittelbaren Raum, nämlich aus dem Fenster des Geographiefachraumes der Oberstufe.

Der Erdkundeunterricht in der Jahrgangsstufe 5 des JAG knüpft an den Sachunterricht der Grundschule an. Mit der Betrachtung des Planeten Erde gewinnen die Schüler eine erste Vorstellung von den Grundlagen des Lebens auf der ­Erde. An ausgewählten Räumen Deutschlands, insbesondere dem Ruhrgebiet, lernen sie einfache Zusammenhänge zwischen Natur- und Kulturfaktoren kennen und erfassen Merkmale ländlicher und städtischer Räume und ihre Anziehung auf die Menschen. Dabei spielen vor allem die Fragestellungen „Wo ist etwas?“, „Wie ist etwas angeordnet?“ und „Warum ist es dort?“ eine entscheidende Rolle; Fragen, die die eigentliche Arbeit von Geographinnen und Geographen beschreiben. So beschäftigt man sich in der Jahrgangsstufe 5 ebenfalls mit der Landwirtschaft und dem Tourismus in Deutschland. 

Da dies anders als in Fächern wie Biologie zum größten Teil nicht unmittelbar möglich ist, nutzt das Fach Erdkunde Hilfsmittel, die die Welt in den Klassenraum holen. Neben dem typischen Schulbuch (‚Terra’, Klett-Verlag), dem Globus und dem Atlas nimmt das Fach Erdkunde an dem stufenübergreifenden Medien- und Methodenkonzept des JAG teil. Die digitalen Medien bieten die Möglichkeit, z.B. in Form von Google Earth, die Welt interaktiv und nahezu unmittelbar betrachten zu können. Ebenso sind auch Modelle und andere haptische Materialien fester Bestandteil des Erdkundeunterrichts.

Vulkanismus - digital und haptisch aufgearbeitet.

Das Fach Erdkunde übernimmt wichtige Bausteine im Methodenkonzept des Josef-Albers-Gymnasiums. Neben der Einführung kooperativer Arbeitsmethoden wie dem Gruppenpuzzle, stehen besonders die Arbeit mit digitalen Medien und der Umgang mit ihm bei Internetrecherchen zum Leben in der tropischen Zone und Kartierungsarbeiten mit Google Earth.

Eine mit dem Programm Google Earth erstellte Schulwegskizze von Fünftklässlern.

Unmittelbare Begegnungen sind im Laufe der Schuljahre durch Unterrichtsgänge, ein- oder auch mehrtägige Exkursionen möglich, welche von Seiten der Schülerinnen und Schüler immer Begeisterung auslösen, wie z.B. die traditionelle Fahrt des Erdkunde-Leistungskurses nach Hamburg.

Im Laufe der Mittelstufe erweitert sich der Betrachtungsraum des Erdkundeunterrichts auf Europa und schließlich die gesamte Welt. Dabei wird gerade in Hinblick auf die Probleme der heutigen Zeit ein besonderer Wert auf interkulturelles Zusammenleben, Entwicklungsarbeit, auf einen nachhaltigen Umgang mit der Natur und globale Zusammenhänge gelegt.

Seit einigen Jahren nehmen alle Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I am bundesweiten Wettbewerb „Diercke Wissen" teil.

Die Inhalte des Geographieunterrichts der Oberstufe nehmen an Komplexität bis hin zum Abitur stetig zu. Dazu regen gerade die Themen „Genug Wasser für die Welt?“, „Tourismus“ und „Stadtentwicklung“ zum selbstreflektierten Handeln an. In den Geographie-Leistungskursen werden alle Themen vertieft und häufig durch Wettbewerbe und Projekte wie z.B. eine Wettbewerbsteilnahme am Dr. Hans Riegel Fachpreis für ausgezeichnete Facharbeiten oder einer Stadtkartierung (GIS), erweitert.

Den Fachlehrerinnen und Fachlehrern am JAG ist ein kontinuierlicher Aktualitätsbezug im Erdkunde-/Geographieunterricht wichtig. Das bedeutet, dass die im Lehrplan ausgewiesenen Inhalte oder Probleme an aktuellen Raumbeispielen und Daten behandelt werden, um sich zunächst vom Geschichtsunterricht zu unterscheiden und den Schülerinnen und Schülern Anlass und Motivation zur Problemlösung zu geben.

Schulinterne Lehrpläne für das Fach Erdkunde

 Schulinternes Curriculum Erdkunde/Geographie (G8)

Schulinternes Curriculum Erdkunde/Geographie (G9)