Exkursionen und Gäste

Mehr als Erdöl, Boko Haram und Yams-Wurzeln: Nigeria

Francis und Steven sind Elektroingenieure mit abgeschossenem Studium, aber in Nigeria ist es selbst für sie, die ihre akademische Ausbildung mit Bestnoten abschlossen, so gut wie unmöglich, einen Job zu finden. Daher machten sie sich auf, in Deutschland mit dem Zweitstudium „Communication and Information Engineering“ ihr Glück zu versuchen. 

Seit sie hier angekommen sind, tun die beiden jedoch kaum etwas lieber, als wissbegierigen Deutschen über ihre Heimat zu berichten. Eine glückliche Fügung, denn seit diesem Jahr steht im Englischunterricht der Q2 das westafrikanische Land im abiturrelevanten Bereich „Postkolonialismus –Lebenswirklichkeiten in einem weiteren anglophonen Kulturraum“ auf dem Lehrplan. 
Und so hörten unsere Schülerinnen und Schüler einen lebendigen Vortrag in englischer Sprache mit westafrikanischem Tonfall und lernten eine Menge über das Land, seine Geografie und Geschichte von den Anfängen, über die Kolonialzeit, die Unabhängigkeit, den Bürgerkrieg, der hierzulande unter dem Schlagwort ,,Biafra" medial präsent wurde, bis zur heutigen Zeit. Die beiden Studierenden klärten auf über die Bevölkerungsgruppen Haussa, Yoruba, Igbo und andere, aber auch über die vielen Sprachen, Gebräuche und natürlich auch über Kulinarisches.

Einer der Höhepunkte dieser lebendigen und anschaulichen Englisch-Einheit war der Umstand, dass sogar die Umgangssprache „Nigerian Pidgin“ live erprobt werden konnte. Eine prall gefüllte Unterrichtsstunde der etwas anderen Art!

Die Veranstaltung war ein voller Erfolg, wie der tosende Applaus und die vielen begeisterten Kommentare der Teilnehmenden zeigten. 
Das Josef-Albers-Gymnasium bedankt sich herzlich bei Francis und Steven – Ihr habt einen tollen „Job“ gemacht und wir hoffen, dass ihr im nächsten Jahr wiederkommt!

Text: KFM, Fotos: MUE, PAS