Veröffentlicht am 22.02.2026

Von der Idee zum Prototyp: Unsere Siebtklässler glänzen bei „Jugend forscht“

Was passiert, wenn 16 MINT-begeisterte Siebtklässler ihre eigenen Forschungsfragen verfolgen? Es entstehen innovative Lösungen, die weit über den normalen Lehrplan hinausgehen. Am 20. Februar tauschte unser MINT-Forderkurs das Klassenzimmer gegen die Bühne des Regionalwettbewerbs „Jugend forscht“. Ob smarte Aquaristik oder physikalische Experimente – unsere Nachwuchstalente bewiesen eindrucksvoll, zu welchen Höchstleistungen Eigeninitiative und wissenschaftliche Neugier führen können.

 

Biologie & Alltag: Dem Wachstum auf der Spur

Wie wachsen Pflanzen am besten? Katharina und Kathrin untersuchten in einer monatelangen Messreihe, ob Energydrinks oder Säfte einen Wachstumsturbo bewirken. Das Ergebnis ihrer akribischen Arbeit: Klassisches Wasser bleibt ungeschlagen, während Zucker und Säure eher zu Schimmel führten – eine wichtige Bestätigung ihrer Hypothese.

Praktischer wurde es bei Lukas, Junah und Bennet: Sie entwickelten modulare Plateau-Sohlen aus dem 3D-Drucker, um kleineren Personen das Arbeiten in der Küche zu erleichtern.

  

Smarte Technik & Mobilität

Drei Teams setzten auf modernste Technik und Konstruktion:

 Smarte Aquaristik: Leonard, Philipp und Mia bauten einen Fütterungsautomaten für Fische. Dank 3D-Druck, einer Relaisschaltung und einem ESP-Controller ist das System voll in HomeAssistant integriert und per Handy steuerbar. Für die Zukunft planen sie bereits eine Solarstromversorgung und Kameraüberwachung.

 Physik in der Schwebe: Maximilian, Ruben und Kayhan tüftelten an einer Magnetschwebebahn. Die Herausforderung: die Konstruktion aus Dauermagneten und 3D-Druck-Elementen stabil in der Spur zu halten.

 Unterwasser-Forschung: Eliah und Dawid konstruierten ein U-Boot zur Fischbeobachtung. Ihr Durchbruch: Eine steuerbare „Schwimmblase“ mittels Pumpe und Spritze, um das Schwebeverhalten präzise zu kontrollieren.

 

Gamification: Wenn Sport auf Mathematik trifft

Besonders innovativ zeigten sich Emir, Luis und Jonathan im Bereich Sporttechnik.

Schusskraftmessung:  Emir und Luis entwickelten einen Funksender, der die Werte eines Beschleunigungssensors am Tablet anzeigen lässt. Hier traf Sport auf Oberstufenmathematik: Um aus den Sensorwerten die Gesamtbeschleunigung zu berechnen, wendeten die Schüler bereits den Satz des Pythagoras an – eine tolle Vorbereitung auf die spätere Vektorgeometrie. Unterstützung erhielten sie dabei von einer KI, die bei der Kalibrierung der Sensoren half. 

Schnelligkeit und Treffsicherheit: Samuel hat bei der Programmierung für sein Handballwurfgerät seine im Informatikunterricht erworbenen Programmierkenntnissen ausbauen können. Die Juroren waren sehr interessiert an seiner Lösung mit den mechanisch vergrößerten Druckknöpfen.

Ein Tag voller Erfolge

Nach einem intensiven Vormittag voller Jury-Gespräche wurden die Projekte im Rahmen einer feierlichen Siegerehrung unter Begleitung der Eltern gewürdigt. Die Bilanz kann sich sehen lassen: Neben zahlreichen Urkunden und Sachpreisen freute sich die Gruppe über zwei Hauptplatzierungen:

Samuel erreichte mit dem Handballwurfgerät den 3. Preis. Mia, Pilipp und Leonard wurden für den smarten Fütterungsautomaten mit dem  2. Preis geehrt.

Am Ende gehen jedoch alle als Sieger vom Platz, auch der projektbetreuende Lehrer Herr Wältring bekam als Ehrung eine Einladung zu einer Wochenendreise innerhalb des Betreuernetzwerks.

In nur einem halben Jahr haben die Jugendlichen ein eigenes Forschungsthema von der ersten Idee bis zur schriftlichen Ausarbeitung geführt und souverän vor Fachleuten präsentiert. Wir sind stolz auf diesen Forschergeist – macht weiter so!

WLT