Veröffentlicht am 01.12.2025
MINT-EC-Regional-Camp Bottrop
Alle Jahre wieder treffen sich Exzellenz-Schülerinnen und -Schüler aus NRW in den Räumlichkeiten der Hochschule Ruhr West, um an BRABUS-Autos zu programmieren und Batterien selbst herzustellen. Ziele sind der Austausch mit Gleichgesinnten, Kontakt zu Berufsfeldern und möglichen Studienorten und ganz viel Experimentierenlernen, wozu 6 Teilnehmende aus der Q1 vom JAG eingeladen waren.
Wer kennt das Berufsfeld des Fahrzeuginformationsinformatikers? Die Firma BRABUS baut Fahrzeuge um und muss bei jedem Umbau die Steuerung der Beleuchtung und der beweglichen Teile für den Ausbau anpassen. Hier wird die CAN-Bus-Kommunikation ausgelesen und mit neuen Steuerelementen ergänzt. Genau dies können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter Anleitung der BRABUS-Mitarbeiter Stefan und Fabio gemeinsam mit den wissenschaftlichen Mitarbeitern der HRW nachempfinden, indem sie die Informationssignale des Autos nutzen, um Aktoren am Arduino zu steuern. Am Ende gilt es immer, eine eigene Projektidee umzusetzen. So wurden zum Ende des Camps ein mit den Sitzeinstellungsknöpfen gesteuertes TIC-TAC-TOE-Spiel, ein Stein-Schere-Stein-Papier-Spiel und ein Spiel zur Schulung des Gehörs präsentiert.
Im Batterie-Camp werden an drei Stationen Batteriezellen selbst hergestellt und ihre Kapazität ausgemessen. Hierzu wird ein Elektrolyt selbst hergestellt und auf dünne Metallfolien gestrichen. In Sandwichbauweise werden diese Folien unter Ausschluss von Sauerstoff in der Glovebox, die mit Edelgas gefüllt ist, zusammengerollt. Nur so kann verhindert werden, dass die Batteriezellen sofort zu brennen beginnen. Da es vorteilhaft ist, wenn die Oberfläche der Anode und Kathode besonders groß ist, wird diese unter dem Rasterelektronenmikroskop genauer untersucht. Eine raue Oberfläche ist immer größer als eine ganz glatte Fläche. Die Bedienung des REM stellt sich als besonders trickreich heraus: Man muss für scharfe Bilder mit mehr als 30 000-facher Vergrößerung lange an Einstellrädern drehen, bis man die Oberfläche genau erkennen kann. Dann ist das Bildergebnis mit dem REM der HRW allerdings sehr überzeugend, solche Experimente sind in der Schule einfach nicht möglich.
Die gemeinsame Übernachtung im Chillten-Hotel ist wesentlicher Bestandteil des Camps. Ein gemeinsames Kennenlernen, der Werwolf-Spieleabend am ersten Abend und die Wanderung auf den Tetraeder am zweiten Abend gehören ebenso zum Camp wie die Werksführung bei BRABUS am ersten Tag.
Bedanken möchten wir uns bei den Organisatoren des Camps; in erster Linie bei Kerstin Dangel für die Organisation seitens des zdi-Zentrums mint4u, bei den Mitwirkenden der HRW, bei der Firma BRABUS, die die Fahrzeuge und Mitarbeiter zur Verfügung stellt, den Lehrkräften des HHGs und beim Bildungswerk der Nordrhein-Westfälischen Wirtschaft für die Finanzierung der Unterkunft.
Der bewährte Camp-Gedanke von MINT-EC vernetzt Jugendliche vieler Schulen untereinander und ermöglicht Berufsorientierung an Hochschulen und in Unternehmen. Vom 01.12.-10.12. sind wieder die MINT-EC-Bundescamps für das erste Halbjahr 2026 ausgeschrieben, an denen sich alle leistungsstarken Jugendlichen unserer Schule ab 16 Jahren bewerben dürfen. Herzliche Einladung dazu!
https://www.mint-ec.de/veranstaltungen/?filter_zielgruppe_neu_6810=schueler
WLT