Veröffentlicht am 12.06.2026

Biologie-LK erforscht das Wattenmeer auf Borkum

Drei Tage lang untersuchten die Schülerinnen des Biologie-Leistungskurses auf Borkum das Ökosystem Wattenmeer. Zwischen Wattwanderung, Experimenten und Präsentationen kamen dabei auch Gemeinschaft und gute Stimmung nicht zu kurz.

Vom 12. bis zum 14. Mai führte der Biologie-Leistungskurs seine traditionelle Exkursion nach Borkum durch. Gemeinsam mit Herrn Neumann und Frau Oberhoff machten sich die acht Schülerinnen des Kurses bereits um 5:30 Uhr morgens auf den Weg zur Nordsee, um das Ökosystem Wattenmeer direkt vor Ort zu erforschen.

Nach der Busfahrt nach Eemshaven und der Überfahrt mit der Fähre erreichten wir gegen Mittag die Insel Borkum. Da auf dem Weg von der Fähre zur Jugendherberge bereits einige Regentropfen gefallen waren, stellten wir uns auf eine nasse Wattwanderung ein. Umso größer war die Überraschung, als pünktlich zum Start der Exkursion die Sonne herauskam.

Ausgestattet mit Gummistiefeln begann unsere Wattwanderung unter der Leitung von Jan, unserem Wattführer. Schon zu Beginn sorgte er für Unterhaltung, als eine Schülerin eine vermeintlich harmlose Pflanze probieren durfte und dabei feststellen musste, dass diese aufgrund ihrer Bitterstoffe alles andere als schmackhaft war. Anschließend ging es hinaus ins Watt, wo wir zahlreiche Informationen über Gezeiten, Watttypen und die besonderen Lebensbedingungen der dort vorkommenden Organismen erhielten.

Für die späteren Experimente sammelten wir in Zweiergruppen verschiedene Proben und Lebewesen wie Muscheln, Schnecken und Garnelen. Dabei blieb nicht jede Teilnehmerin sauber: Eine Schülerin verlor im Schlick ihren Gummistiefel und landete schließlich der Länge nach im Watt. Da viele von uns anschließend deutlich schmutziger waren als geplant, mussten einige ihre wärmsten und bequemsten Hosen bereits am ersten Tag abschreiben.

Zurück in der Jugendherberge wurden die gesammelten Proben untersucht und verschiedene Experimente durchgeführt. Bis in die Abendstunden hinein arbeiteten wir an unseren Untersuchungen und werteten erste Ergebnisse aus. Das gemeinsame Abendessen stellte dabei eine willkommene Stärkung dar und überraschte viele von uns positiv.

Am zweiten Tag stand eine Wanderung über die Insel bis zum Strand auf dem Programm. Begleitet von unserer mittlerweile unverzichtbaren Musikbox und deutlich besserem Wetter als vorhergesagt führte uns der Weg von der Wattseite zur Strandseite der Insel. Dort untersuchten wir im Rahmen einer Spülsaumanalyse die am Strand angespülten Organismen und bestimmten diese anschließend mithilfe von Bestimmungsbüchern.

Für kurze Aufregung sorgte dabei ein kleiner Orientierungsverlust: Nachdem wir unsere Proben gesammelt hatten, konnten wir den vereinbarten Treffpunkt zunächst nicht wiederfinden. Dank der Notfalltelefonnummer von Herrn Neumann war dieses Problem jedoch schnell gelöst. 

Nach einem kurzen Aufenthalt in der Borkumer Innenstadt, den wir gemeinsam bei einem Eis nutzten, brachte uns die Bimmelbahn zurück zur Jugendherberge. Dort bereiteten wir die Präsentationen zu unseren Experimenten vor. Trotz einiger technischer Schwierigkeiten gelang es allen Gruppen, ihre Ergebnisse anschaulich vorzustellen. Die Themen reichten von Anpassungen verschiedener Wattbewohner an ihren Lebensraum bis hin zu Untersuchungen des Salzgehalts und weiterer Eigenschaften des Wattbodens.

 Neben den biologischen Erkenntnissen wird vielen vor allem die besondere Atmosphäre der Fahrt in Erinnerung bleiben. Als kleiner Kurs mit nur acht Schülerinnen verbrachten wir viel Zeit gemeinsam, machten zahlreiche Gruppenfotos und trotzten dem typischen Nordseewind, der dabei regelmäßig für fliegende Haare sorgte. Die gute Stimmung wurde dabei nicht zuletzt von unserer Musikbox begleitet, die sich schnell zum inoffiziellen neunten Kursmitglied entwickelte.

Am letzten Tag traten wir nach dem Frühstück und dem Aufräumen der Zimmer die Heimreise an. Gegen 17 Uhr erreichten wir wieder das Josef-Albers-Gymnasium. Die Exkursion nach Borkum bot nicht nur die Möglichkeit, biologische Inhalte praktisch zu erforschen, sondern stärkte auch den Zusammenhalt innerhalb unseres Kurses. So blicken wir auf drei lehrreiche, abwechslungsreiche und rundum gelungene Tage zurück.

 Marlene Roes (Q1)