• Veröffentlicht am 12.02.2020

Studienfahrt der Q2-Spanisch-Schüler nach Barcelona

Die Spanisch-Fachschaft erprobte in diesem Jahr einen erlebnispädagogischen Ansatz zur Erkundung der katalanischen Metropole - zur Begeisterung aller Schülerinnen und Schüler.

Für die Barcelona-Fahrt der Q2 setzte die Spanisch-Fachschaft auf eine Auseinandersetzung mit der Großstadt als Medium und Lerninhalt (Erlebnispädagogik in der Großstadt). Durch (freiwillige) Aufgaben entdeckten die Schülerinnen und Schüler die Stadt und die dort lebenden Menschen und erweiterten dabei nicht nur ihre Sprachkompetenz, sondern auch den eigenen Handlungsspielraum.

Ausgerüstet mit Stadtplan – heutzutage immer noch wichtig für den Gesamtüberblick – Linienplänen und GPS machten sie sich in kleinen Gruppen selbständig auf Entdeckungstour, teils zu Fuß, teils mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Dabei erkannten sie auch ihre Grenzen, z.B. bei der Konfrontation mit den komplexen Verkehrsverbindungen der großen Metropole oder im Umgang mit ihren Hemmschwellen in der Kontaktaufnahme mit fremden Menschen – sowohl auf den Straßen als auch im Kontakt mit den spanischen Studenten beim Uni-Besuch.

Dieses Jahr hatten die Schülerinnen und Schüler der Q2 auch die Gelegenheit, die Studios und Redaktion vom RNE, die öffentlich-rechtliche Rundfunkgesellschaft Spaniens, freiwillig zu besuchen. Dies war für sie ein tolles Erlebnis, insbesondere, weil keiner von ihnen je zuvor eine Rundfunkanstalt betreten hatte. Im Abschlussgespräch wurde deutlich, dass es den Schülerinnen und Schülern im heutigen, sich drastisch wandelnden Arbeitsleben schwer fällt, sich für eine passende Ausbildung zu entscheiden. Es war ein Stück Inspiration für die bald kommende Entscheidung nach dem Abitur.

In den abschließenden Reflexionen und in den Erfahrungsberichten der Schülerinnen und Schüler wurde klar, dass die Fahrt und die damit implizierte soziale Herausforderung eine sehr bereichernde Erfahrung für alle Jugendlichen war: sie lernten dadurch neue Handlungsalternativen kennen, weil sie so einige kommunikative und interaktive Probleme tapfer gemeistert haben.

Den Lehrerinnen und Lehrern war es eine große Freude, sie dabei begleitet zu haben und sie werden ihre Dankbarkeit und warmen Worte nach der Fahrt immer in guter Erinnerung behalten!

Foto/Text: DIA

Q2-Schülerin Jana Olschewski berichtet über die Zeit in Barcelona:

Wir trafen uns alle gut gelaunt –trotz wenig Schlaf – und voller Vorfreude um fünf Uhr morgens am Düsseldorfer Flughafen. Als wir in den Flieger stiegen, hatten wir den Schlafmangel auch schon vergessen.

Knapp zweieinhalb Stunden später stiegen wir wieder aus dem Flugzeug aus und genossen die ersten Sonnenstrahlen. Wir bekamen unsere Tickets für Bus und U-Bahn ausgehändigt und schon begann unsere Erkundung in Barcelona.

Bevor es dann aber so richtig losging, fuhren wir zusammen mit den Lehrern zu unserem Hostel. Die Bewohner hörten uns bestimmt schon von Kilometern, denn unsere Koffer und auch wir machten so einige Geräusche. Am Hostel angekommen, gaben wir unsere sieben Sachen ab. In einer nah gelegenen Pintxos-Bar stärkten wir uns für die erste Erkundung Barcelonas. Unser erstes gemeinsames Ziel war der Strand von Barcelona. Dort angekommen tauschten wir unsere dickeren Jacken gegen Sonnenbrillen aus und genossen die Sonne. Anschließend teilten wir uns in Kleingruppen auf und erkundeten die Gegend auf eigene Faust. Einige besuchten die Promenade des Strandabschnittes La Barceloneta, andere besuchten das historische Stadtzentrum. Nach den ersten Erkundungen trafen wir uns wieder und besichtigten die Sagrada Familia gemeinsam. Wir waren von Gaudís Bauwerk und der Aufmachung mehr als begeistert. Wir staunten noch mehr als es hieß, wir gehen nun hinein. Es war wohl für alle ein Gebäude, welches wir nicht mehr so schnell vergessen werden.

Nach der Besichtigung fuhren wir zurück zum Hostel und ruhten uns von den ersten, umwerfenden Eindrücken ein wenig aus. Abends ging es dann für uns in ein mexikanisches Restaurant. Dort wurde uns die spanische und mexikanische Küche nähergebracht und wir tauschten uns über das bereits Erlebte aus. Als sich der Abend so langsam dem Ende neigte, fielen wir völlig überdreht und hundemüde, aber vollkommen zufrieden in unser Bett.

Am nächsten Morgen ging es schon wieder früh raus, denn wir hatten für halb zehn Tickets für den Park Güell. Ein Park, der ebenfalls von Gaudí entworfen wurde. Wir staunten nicht schlecht, als wir ihn betraten. So viele farbenreiche und kreativ gestaltete Häuser, Figuren, Säulen und noch so einiges Anderes, hatten wir noch nie zu Gesicht bekommen. Als wir zu einer höher gelegenen Aussichtsplattform gingen, konnten wir die gesamte Stadt bis hin zum Strand überblicken.

Anschließend ging es für einige von uns zum Radio Nacional de España. Dort bekamen wir einen kleinen Einblick hinter die Kulissen. Wir wurden von der Radiomoderatorin Laura González durch die Redaktion geführt und konnten sogar probeweise eine kurze Aufzeichnung machen.

Danach konnten wir unsere Zeit wieder eigenständig gestalten. Für einige ging es zu den Markthallen La Boquería, andere erkundeten das Barrio Gótico (das gotische Viertel) oder die bekannte Flaniermeile Las Ramblas.

Gegen 18 Uhr statteten wir der Universität Pompeu Fabra einen Besuch ab. Dort angekommen lernten wir Mario Bisiada kennen. Er ist ein ehemaliger Spanisch­-Leistungskurs Schüler von Frau Sánchez, der nun an der Universität Dozent ist.  Ebenso tauschten wir uns mit spanischen Studenten aus, wobei das Spanischsprechen natürlich nicht zu kurz kam und wir das Gelernte nun endlich anwenden konnten.

Als der letzte Tag anbrach, hatten wir noch genügend Zeit, um einige für uns noch unbekannte Sehenswürdigkeiten zu besichtigen und uns mit Andenken auszustatten. Dann ging es für uns auch schon wieder zum Flughafen Barcelonas und es hieß Abschied nehmen. Wir flogen nach drei sehr schönen, intensiven, aber auch sehr anstrengenden Tagen wieder zurück ins kalte Deutschland.

Da wir alle von Barcelona sehr beeindruckt waren, heißt es sicher für den Einen oder Anderen: ¡Hasta la vista, Barcelona!  

Jana Olschewski (Q2)