• Veröffentlicht am 25.02.2019

MINT400 in Berlin

Das größte Netzwerktreffen mit 400 teilnehmenden Schülerinnen und Schülern, sowie 100 Lehrkräften von MINT-EC Schulen fand vom 21. - 22. Februar in Berlin statt. In verschiedenen Fachvorträgen, Workshops und Young Thinkers-Gruppen konnte renommierten Forschern gelauscht werden und teilweise sogar eigenhändig mit geforscht werden. Vom Josef-Albers-Gymnasium begleitete Frau den Elzen die drei Schüler Jared Nelischer, Iasonas Kordelas und Kirishant Thanuskody nach Berlin.

Die Teilnehmer konnten am ersten Tag auf einem Bildungsmarkt mit knapp 40 Ausstellern Studienimpluse, Beratungsmöglichkeiten und Berufsperspektiven sammeln. In den anschließenden Fachvorträgen verschiedener Wissenschaftsbereiche zeigten Forscherinnen und Forscher bundesweiter Universitäten den aktuellen Stand der Forschung auf, der zweite Tag beinhaltete die Workshop-Teilnahme und weitere Fachvorträge bis in die Abendstunden hinein.
In einem Keynote-Speech von Frau Prof. Dr. Linda Breitlauch, Uni Trier, wurde beispielsweise der heißdiskutierten Frage nach der Wirksamkeit von Computerspielen nachgegangen. Frau Breitlauch dozierte mitreißend, dass eine positive Wirkung auf die Hand-Auge-Koordination nachgewiesen sei, dass Frauen besser einparken könnten und auch Chirurgen nach gelegentlichem Computerspiel nachweislich besser operieren würden. Dies sei auch bei Shooter-Spielen nachzuweisen. Jedoch mahnte Sie auch, dass eine ausreichende Balance zwischen virtuellen Welten und realen Welten einzuhalten seien, ansonsten seien alle positiven Effekte hinfällig.
In einem weiteren Keynote-Speech erläuterte Dr. Michael Kazda von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB), wie eine Atomuhr aufgebaut ist und wie diese funktioniert, damit wir eine ziemlich genaue Zeitangabe erhalten. Dazu wählte er eine vereinfachte Comicdarstellung mit zwei Protagonisten, Alice und Bob, anhand derer er das hochkomplexe Thema eindrucksvoll leicht und kurzweilig erläuterte.
Durch die lange Abendveranstaltung am zweiten Tagungstag führte die Moderatorin Clarissa Correa da Silva, die vielen Schülerinnen und Schülern aus der Kinder-Wissenssendung „Wissen macht Ah!“ bekannt ist. Zusätzlich zu allen Wissensvorträgen gab es ein ausgezeichnetes Rahmenprogramm mit Musikbeiträgen von Prof. Loosens monochromatischen Lichtorchester, Ehrungen zum Internationalen Chemiewettbewerb, einer Verlosung der Teilnahme an einem MINT-Camp und der Preisverleihung des MINT-EC School Slams vom British Council.
Alles in allem kann man wieder einmal von einer sehr gut organsierten und gelungenen Veranstaltung sprechen. Im nächsten Jahr ist auf jeden Fall wieder eine Schülergruppe mit dabei - auf der MINT 400 in Berlin!


(ELZ, WLT)